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Identifikation von Skelettresten
der Romanov-Familie durch DNA-Analyse
Am Beispiel der letzten russischen Zarenfamilie Romanov
läst sich gut demonstrieren, wie hoch die wissenschaftliche
Aussagekraft von DNA-Analysen ist, da hier sowohl chromosomale
als auch mitochondriale
DNA-Analysen angewandt wurden.
Es ist bekannt, dass die Mitglieder der russischen
Zarenfamilie vor ihrem Tod im Ipatiev Haus in Ekaterinburg,
Siberien, inhaftiert waren. In der Nacht des 16. Juli
1918 wurden Zar Nicholas II, Zarin Alexandra, deren
fünf Kinder - Olga, Tatyana, Maria, Anastasia
und Alexei - , der königliche Arzt und drei Diener
von einem Exekutionskommando hingerichtet.
Im Juli 1991, als das vermeintliche Grab
gefunden wurde, fügte man nahezu 1000 Knochen-Fragmente
zu neun Skeletten zusammen. Nun stellte sich die Frage,
ob diese Skelette wirklich die Überreste der
Romanov-Familie sind. Eine wissenschaftlich begründete
Antwort zu dieser Frage kann nur gefunden werden,
indem man eine DNA-Analyse durchführt. Die Identifikation
von menschlichen Überresten durch DNA-Analysen
hat sich in forensischen Untersuchungen als mächtiges
Werkzeug erwiesen.
Die zum Fall Romanov hier dargestellten wissenschaftlichen
Daten sind aus Nature Genetics 6,
130-135 (1994) entnommen.
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