Amerikanische Schauspielerin kämpft gegen Brustkrebs und für die Nutzung von Gentests

Eine bekannte amerikanische Schauspielerin hat sich nach aktuellen Presseberichten beide Brüste amputieren lassen, da ihr moderne Diagnostikmethoden ein stark erhöhtes Brustkrebsrisiko bescheinigt haben.

BRCA1 und BRCA2 Gene und ihre Bedeutung bei Brustkrebs

Die Schauspielerin ist Trägerin der Mutation des BRCA1-Gens, die neben der des BRCA2-Gens, bei den Betroffenen für ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, verantwortlich gemacht wird. Bei Trägerinnen des BRCA1-Gens treten zusätzlich in vielen Fällen Ovialkarzinome auf. Trägerinnen des BRCA2 Gens haben dagegen ein erhöhtes Risiko für andere Tumorerkrankungen. Wichtig ist die konsequente Wahrnehmung der Vorsorgeangebote, aber die Einschätzung des persönlichen Risikos kann helfen.

Die Krebsdatenbank des Robert Koch Institutes nennt für 2012 eine Prognose von 74.500 Neuerkrankungen an Brustkrebs (was einer standardisierten Erkrankungsrate von 124,7 je 100.000 Personen entspricht). 2008 wurden 71.660 Neuerkrankungen und 17.209 Sterbefälle registriert. Somit ist Brustkrebs in Deutschland bei Frauen die häufigste Krebsart.

Gentests für Mutationen BRCA1 und BRCA2

Gentests zur Diagnose der Mutation auf den entsprechenden DNA-Abschnitten sind relativ einfach und günstig durchführbar, vor allem in den USA, ähnlich wie beim DNA-Vaterschaftstest. Die von Naturwissenschaftlern, wie Molekularbiologen, Biologen und Chemikern entwickelten und angewandten Diagnosemethoden geben behandelnden Ärzten mehr Informationen zu ihren Patienten und können damit die Erstellung personalisierter Behandlungspläne unterstützen. In Deutschland ist die Verfügbarkeit von genetischen Untersuchungen jedoch insbesondere durch die Neuregelungen des Gendiagnostikgesetzes stark eingeschränkt. Dem Recht auf Nichtwissen wird dabei gesetzlich ein besonderer Vorrang eingeräumt. Menschen, die als mündige Patienten ihre genetischen Veranlagungen genauer erforschen möchten, werden eher behindert.

Der amerikanischen Schauspielerin gebührt Respekt für Ihren Mut, ihre genetische Veranlagung und die Krankheit offensiv anzugehen. Sie hat nicht nur auf ihr Recht auf Nichtwissen verzichtet, sondern ihr Handeln konsequent nach ihrem Wissenstand ausgerichtet. Sicher ist ihre Vorgehensweise nur für wenige Frauen ein konkretes Vorbild. In Deutschland aber sollte sie eine Diskussion über das Recht auf Wissen der individuellen genetischen Veranlagung und die gegebenenfalls breitere Verfügbarkeit von Gentests anregen. Diese können nicht nur helfen, das individuelle Risiko bei schweren Erkrankungen einzuschätzen und damit das persönliche Vorsorgeverhalten zu unterstützen, sondern auch die Diagnostik gesundheitlicher Einschränkungen wie der Laktose-Intoleranz zuverlässiger und einfacher machen.

Testset gratis
bestellen >>

Sie zahlen nur dann, wenn Sie den unterschriebenen Auftrag einsenden.

 

Unsere Hotline
Vaterschaftstest
0551 - 500 72 999

Das Team der bj-diagnostik berät Sie gerne.

 

Vaterschaftstest: Akkreditiertes Qualitätslabor für Abstammungsanalysen - bj-diagnostik GmbH