DNA/DNS (Desoxyribonukleinsäure)

16 und 23 DNA-Marker
Gerade im Fall Vater, Kind ohne das die Mutter getestet werden kann, empfehlen wir 23 DNA - Marker zu untersuchen. Es ist sinnvoll die fehlende Information des genetischen Fingerabdrucks der Mutter durch zusätzliche Maker zu ergänzen.


Allel
Das sind Gene, die an identischen Stellen auf gleichen Chromosomen vorkommen. Die Information in allelen Genen kann gleich sein (gleiche Basenfolge) oder unterschiedlich.


Allelleiter
Eine Allelleiter ist eine Mischung bekannter Allele, deren Wiederholungseinheiten durch Sequenzierung exakt bekannt sind.


Biotechnologie
Integrierte Anwendung von Biochemie, Mikrobiologie und Verfahrenstechnik mit dem Ziel, die technische Anwendung des Potentials von Mikroorganismen, Zell- und Gewebekulturen sowie Teilen davon zu erreichen.


Chromosom
Stäbchenförmige Faltung der DNA während der Teilungsphase von Zellen. Jede höhere Tier- oder Pflanzenart hat eine charakteristische Anzahl von Chromosomen (Mensch 2x22 plus X oder Y). Die Benennung der einzelnen Chromosomen von 1 bis 22 ist willkürlich vom Menschen vorgenommen gemäß ihrer Größe, No 1 ist das größte, No 23 das kleinste Chromosom. In einer ruhenden Zelle gibt es keine Chromosomen, die DNA ist dann ein locker gewundener Faden.


DNS / DNA
Desoxyribonukleinsäure (englisch: DNA). Bezeichnung für den chemischen Aufbau des Genoms. Riesenmolekül im Zellkern (beim Menschen rund zwei Meter lang), das die Information für sämtliche Körperformen, -funktionen und -eigenschaften enthält. Die kleinste informative Einheit der DNA besteht aus drei Nukleotiden, sogenannten Tripletts, die jeweils eine Aminosäure „codieren". Während der Zellteilung faltet sich der DNA-Faden besonders dicht zusammen und bildet charakteristische Einheiten, sogenannte Chromosomen. DNA befindet sich im Zellkern (Chromosom), in Mitochondrien, bei Pflanzen in den Chloroplasten sowie bei Mikroorganismen im Zellplasma (Ringchromosom, Plasmid).


DNA-Marker
Ein DNA-Marker beschreibt einen bestimmten Bereich auf einem der 23 menschlichen Chromosomen. Ähnlich wie in einem Stadtplan gibt ein DNA-Marker eine Koordinate auf einem Chromosom an, z.B. der Marker D18S51 bezieht sich auf einen exakt festgelegten Basensequenzabschnitt auf Chromosom 18. DNA-Marker, die für Abstammungsuntersuchungen benutzt werden, zeigen innerhalb der Bevölkerung eine hohe Variabilität. Verwandte Personen zeigen auf diesen Koordinaten (Markern) gleiche Eigenschaften, nicht verwandte Personen zeigen ungleiche. Diese Eigenschaften werden als eine Kombination von Ziffern ausgedrückt. Die mit Ziffern benannten Eigenschaften der einzelnen DNA-Marker zusammen ergeben einen DNA-Fingerabdruck.


Enzym
Protein, das in den Zellen von Lebewesen chemische Reaktionen beschleunigt. Die Namen von Enzymen enden im allgemeinen mit der Silbe „-ase".


Erbgut
Das gesamte genetische Material einer Zelle beziehungsweise eines Individuums.


Forensische Proben
Forensische Proben sind z.B. Zahnbürste, Papiertaschentuch mit Nasenschleim, Kaugummi, Blutspuren, Schnuller, Bartstoppeln aus Rasierapparat, Fingernägel, Ohrwattestäbchen, Haare mit Wurzel oder sonstiges auf Anfrage!


Gen
Einheit auf der DNA, die für eine bestimmte Eigenschaft oder Merkmal steht. Meist beeinflussen mehrere Gene eine Eigenschaft/Merkmal. Gene bestehen aus codierenden (Exon) und nichtcodierenden Anteilen (Intron). Im Kern jeder Zelle befinden sich sämtliche (beim Menschen rund 100 000) Gene eines Individuums, es werden aber organ/funktionsspezifisch nur bestimmte Gene exprimiert. Gene sind keine statischen Einheiten, sondern können sich verändern, etwa durch Mutation. Gene können einander mit Hilfe ihrer Genprodukte kontrollieren und reparieren, und sie können sogar ihren angestammten Platz verlassen und dann andere Funktionen erfüllen (Springende Gene).


Genetischer Fingerabdruck / DNA-Fingerabdruck / DNA-Profil
Methode zur Identifizierung von Individuen (Pflanze, Tier, Mensch). In der Regel geschieht dies durch Suche nach repetitiver DNA mit Hilfe von DNA-Sonden. Die Sonden „zählen" die individuell charakteristische Häufigkeit, mit der bestimmte Basenwiederholungen vorkommen. Beispiel: Die Sonde (GATA)4 erkennt alle mindestens vierfachen Wiederholungen, die Sonde (CA)8 alle mindestens achtfachen Wiederholungen der genannten Bausteine auf dem Genom eines Individuums. Das elektrochemische Verfahren (Gel-Elektrophorese), mit dem die charakteristischen Wiederholungen sichtbar gemacht werden, erzeugt dann ein bestimmtes Bandenmuster: Den genetischen Fingerabdruck.


Genom
Die Gesamtheit aller Gene eines Organismus.


Likelihood Ratio / LR
Mit Likelihood Ratio bezeichnet man den Quotienten der Wahrscheinlichkeiten der Nullhypothese gegen die Alternativhypothese. Der LR-Wert drückt aus wievielmal wahrscheinlicher die erste Hypothese gegen die Alternativhypothese ist. Als Grundlage zur LR-Berechnung dienen die im Test festgestellten DNA-Merkmale. Mit mehr oder weniger genetischen Daten erhält man folglich auch andere Werte.


Mitochondrien
Mitochondrien sind Zellorganellen, die der Energiegewinnung der Zelle dienen - man bezeichnet sie daher oft auch als "Kraftwerke der Zelle". Mitochondrien enthalten eigene DNA (so genannte mitochondriale DNA, kurz: mtDNA). Die mitochondriale DNA umfasst nur wenig Gene - beim Menschen sind es 37 (ein durchschnittliches menschliches Chromosom enthält etwa 100mal mehr). Im Hinblick auf die Vererbung ist zudem interessant, dass Mitochondrien unter anderem beim Menschen immer nur von der Mutter an die Kinder vererbt werden.


Polymerase-Kettenreaktion / PCR
Mitte der 80er Jahre entwickelte Schlüsselmethode in der Gentechnik, bei der im Labor besonders geringe Mengen (einzelne Moleküle) von DNA-Abschnitten vervielfältigt (kloniert) werden können. Seit Entdeckung dieser Methode reichen beispielsweise geringste Mengen DNA (Zellfragmente), um Individuen ausfindig zu machen – für die Kriminalistik ein wichtiger Fortschritt.

Die DNA (bzw. DNS für Desoxyribonukleinsäure) ist ein Biomolekül. Sie trägt Erbinformationen in sich, die an die nächste Generation weitergegeben werden. Die DNA kommt in allen Lebewesen und DNA-Viren vor. Ohne diese DNA und die auch daran enthaltenen Gene, wäre eine eine biologische Entwicklung eines Organismus nicht möglich.

Der Aufbau der DNA gleicht der Form einer Doppelhelix. Somit bildet sie eine Kette (Kettenmolekül). Nuklein wurde 1869, aber erst 1919 wurden die Bestandteile (Base, Zucker und Phosphatrest) der DNA identifiziert.

Die Forschung um DNA nahm ab diesem Zeitraum kontinuierlich zu. Gerade bei Themen wie Krankheiten, Erbinformation und Mutation ist die DNA extrem bedeutsam. Aber auch eine eindeutige Verifizierung ist mit der DNA eines Lebewesens möglich.


Gednap: German DNA Profiling. Mit Gednap bezeichnet man die Ringversuche zur DNA-Profilanalyse. Dabei bekommen Teilnehmerlabore verschiedene Proben zugesandt von denen das DNA-Profil bestimmt werden soll. Ermittelt das Labor die DNA-Spuren korrekt, wird ein entsprechendes Zertifikat vergeben. Mehr zu den Ringversuchsergebnissen von bj-diagnostik GmbH erfahren sie unter dem link Ringversuche.

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