Abstammungstest bei Ötzi: Nachfahren leben noch heute in Südtirol

Im Rahmen einer „Studie zum historisch-genetischen Hintergrund der Besiedlung des Tiroler Alpenraums“ wurden 19 männliche Nachkommen des berühmten Tiroler „Ötzis“ identifiziert. Ötzi wurde 1991 in den Ötztaler Alpen in Südtirol gefunden als Gletschermumie und stammt aus der späten Jungsteinzeit.

Genealogie mittels Y-Chromosom und mtDNA

Die sogenannte „Tirolstudie“ ist eine gemeinsame Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Leopold Franzens Universität Innsbruck und des Tiroler Wissenschaftsfonds. Bisher wurden Proben von fast 4.000 freiwilligen männlichen Spendern aus über 400 verschiedenen Gemeinden untersucht. Ziel ist es, die Besiedlungsgeschichte der Tiroler Alpen näher zu beleuchten, in dem man genetische Eigenschaften der Bewohner mit historischen Daten und demographischen Fakten in Verbindung setzt. Dabei nutzen die Forscher die wissenschaftlichen Ansätze der DNA-Analyse in der Genealogie, zum Beispiel die Untersuchung des Y-Chromosoms, des männlichen Geschlechtschromosoms.

Männer tragen ein Y- sowie ein X-Chromosom (XY), während Frauen zwei X-Chromosomen tragen (XX). Das X-Chromosom erben sie von der Mutter, das Y-Chromosom vom Vater. Letzteres wird in der väterlichen Linie über viele Generationen vererbt. So kann man aus dem Y-Chromosom noch genetische Merkmale unserer Vorfahren identifizieren und Hinweise zu deren geographischer Herkunft und Bewegung von Völkergruppen erhalten.

Einen ähnlichen Ansatz beschreibt Bryan Sykes schon 2001 in seinem Buch “Die Sieben Töchter Evas”, (The Seven Daughters of Eve, W.W. Norton & Company Inc., New York, 2001). Er zeigt anhand der mtDNA, die jedes Kind, männlich sowie weiblich, nur von der Mutter über deren X-Chromosom erbt, und die sich ebenfalls über viele Generationen verfolgen lässt, dass die heutigen Europäer im Wesentlichen von nur sieben urzeitlichen Frauen abstammen.

Die Haplogruppen in der genealogischen Forschung

Von besonderer Bedeutung sind bei beiden Vorgehensweisen die Haplogruppen. Um diese zu bestimmen, sind sogenannte SNPs (Single Nucleotide Polymorphism) zu untersuchen, Variationen von einzelnen Basenpaaren im DNA-Strang. Während die bei einem Vaterschaftstest untersuchten STRs (Short Tandem Repeats) hochvariabel sind und daher zur Identifikation einzelner Personen geeignet sind, sind die eigentlichen Bausteine der DNA (SNPs) über viele Generationen stabil, so dass man sie dazu verwenden kann, Individuen einer Abstammungslinie bzw. einer Abstammungsgruppe zuzuordnen.

So konnte in der Tirolstudie herausgefunden werden, dass von den fast untersuchten 4.000 Spendern immerhin 19 Männer die gleiche Haplogruppe tragen wie Ötzi, was bedeutet, dass sie von gemeinsamen Vorfahren abstammen.

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