Bevölkerungsentwicklung in Deutschland

Was sagt die Statistik zu Geburten und Familienstand? Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden stellt regelmäßig Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland zur Verfügung und beleuchtet verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen im Detail, wie zum Beispiel die Zahl der Alleinerziehenden in Deutschland.

Entwicklung der Einwohnerzahlen

Ende 2008 hatte Deutschland etwa 82.002.400 Einwohner, Ende 2009 noch 81.802.300, was einem Rückgang von 0,3% entspricht. Der Rückgang der Bevölkerung 2008 geht auf das Fehlen von circa 162.000 Geburten und der Abwanderung von circa 56.000 Personen zurück.

In 2008 zeigte sich erstmals seit der deutschen Wiedervereinigung ein negativer Saldo bei Zu- und Abwanderung. Dabei sollen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aber eine besonders hohe Zahl von Abwanderungen berücksichtigt worden sein, die im Zusammenhang mit der Bereinigung der kommunalen Melderegister im Rahmen des Versandes der persönlichen Steueridentifikationsnummer stehen und somit die Zahlen nach oben verfälschen.

Eheschließungen und Ehescheidungen

Wie das Statistische Bundesamt berichtet, ist die Zahl der Ehescheidungen im Jahr 2009 gefallen. Nachdem es in 2008 einen leichten Anstieg bei den Scheidungen gegeben hatte, zeigt das Jahr 2009 einen Rückgang um 3,2 %. 2008 wurden 191.900 Scheidungen erfasst, im Jahr 2009 nur 185.800. Pro 1000 Einwohner statistisch gerechnet ist die Zahl der Ehescheidungen mit 2,3 aber gleich geblieben. Dies heißt aber, dass noch immer zehn von 1.000 bestehenden Ehen geschieden wurden. Nur in Brandenburg und Hessen ging die Zahl der Ehescheidungen sehr geringfügig nach oben.

Auch die Zahl der betroffenen minderjährigen Kinder ist von rund 150.190 im Jahr 2008 auf rund 145.7200 in 2009 zurückgegangen. So wurden 2008 noch fast 95.000 Ehen geschieden, in denen Minderjährige aufwuchsen, während 2009 erfreulicherweise etwas weniger, knapp 91.000, Ehen mit minderjährigen Kindern betroffen waren. Die Erfahrung bei der bj-diagnostik zeigt, dass Scheidungen und daraus resultierende Sorgerechtsstreitigkeiten auch den Anstoß für einen Vaterschaftstest geben können.

Die Zahl der Eheschließungen ist in 2009 gegenüber 2008 in absoluten Zahlen leicht angestiegen (378.439 gegen 377.055), pro 1000 Einwohner mit 4,6 aber konstant geblieben.

Alleinerziehende

Trotz rückgängiger Scheidungszahlen, nimmt die Anzahl Alleinerziehender in Deutschland zu. 2009 sollen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ca. 1,6 Millionen Mütter und Väter ihre Kinder alleine versorgen. Dabei gibt es in Ostdeutschland mehr Alleinerziehende als im Westen und sie sind etwas jünger. Auch in Großstädten findet man Alleinerziehende häufiger als in ländlichen Regionen.

Das Statistische Bundesamt stellt zum Download eine Studie zum Thema zur Verfügung „Alleinerziehende in Deutschland, Ergebnisse des Mikrozensus 2009“.

Entwicklung der Geburtenrate

Die Zahl der Geburten ist 2009 gegenüber 2008 gefallen. Die Anzahl der Geburten pro 1000 Einwohner betrug 2008 8,3 (mit 682.514 Geburten) und 2009 nur noch 8,1 (mit 665.126 Geburten). Damit betrug die durchschnittliche Kinderzahl je Frau 2009 1,36 und war leicht niedriger als 2008 (1,38) und 2007 (1,37).

Dagegen ist für 2010 ein gegenläufiger Trend in den vorläufigen Zahlen ermittelt worden: Die Zahl der Geburten stieg von Januar bis September um 3.6% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Es fehlen jedoch noch die Statistiken für das letzte Quartal zur Ermittlung der Gesamtentwicklung für das Jahr 2010.

Quelle der Daten zur Bevölkerungsentwicklung: Statistisches Bundesamt Deutschland (destatis.de)

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