DNA-Beweis für Darwins Chagas Erkrankung?

Seit Jahrzehnten wird spekuliert, dass der britische Naturforscher Charles Darwin, der durch seine Theorien zur Entstehung der Arten berühmt wurde, an der gefährlichen Chagas Erkrankung litt. Diese ist in Mittel- und Südamerika weit verbreitet und kann einen gefährlichen, chronischen Verlauf nehmen. Ein zuverlässiger Nachweis dieser Krankheit ist nicht für alle Betroffenen, meist in Armut lebende Menschen, erhältlich. Wissenschaftlicher haben versucht, diese Krankheit bei Darwin posthum durch eine DNA-Untersuchung zu diagnostizieren.

Verlauf der Chagas Krankheit

Von Chagas sind meist in Armut lebende Menschen betroffen. Die Krankheit wird von einer Raubwanze übertragen, die nachts von der Decke auf schlafende Menschen herabfällt. Unbehandelt, kann die Krankheit in kurzer Zeit chronisch verlaufen und schwere Probleme des Herzens und des Verdauungstraktes verursachen.

Darwin litt bis zu seinem Tode unter anderem an Erbrechen, Krämpfen, Koliken und Zitteranfällen, wie sie auch bei einem chronischen Verlauf von Chagas auftreten können.

Nachweis der Chagas Infektion

Eine Diagnose ist für viele betroffene Menschen nicht verfügbar. Prof. Ewald Beck, Molekularbiologe an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Vorsitzender der GEFEK (Gesellschaft zur Förderung eigenständiger Krankheitsbekämpfung in Entwicklungsländern) hat einen Test entwickelt, der es ermöglichst, 50 Personen für nur vier Euro auf Chagas zu untersuchen. Die Pharmaforschung internationaler Konzerne arbeitet aufgrund der fehlenden Verdienstaussichten nicht an einer Diagnose und Behandlung von Chagas.

So stehen auch nur wenige Medikamente zur Behandlung zur Verfügung, die bei vielen Erkrankten keine Wirkung zeigen, jedoch starke Nebenwirkungen aufweisen und sogar das Erbgut der behandelten Menschen verändern können.

DNA Analyse: Litt Darwin an Chagas?

Es gibt vieles, was für eine Chagas Erkrankung bei Darwin spricht. Einige seiner Krankheitssymptome sprechen jedoch dagegen. Der Fernsehsender zdf.neo berichtet in der Serie „Rätsel der Toten“ mit der Ausstrahlung der Sendung „Krankenakte Darwin“ vom Versuch, eines britischen Wissenschaftlers, über eine DNA-Analyse die Chagas Erkrankung bei Darwin nachzuweisen.

Hierfür sind zwei Voraussetzungen erforderlich: Eine DNA-Probe Darwins und, sollte diese nicht direkt vom exhumierten Spender stammen, ein Nachweis, dass die DNA-Probe tatsächlich von Charles Darwin stammt. Erstellt wird ein genetischer Fingerabdruck, wie er auch bei einem DNA Vaterschaftstest, ermittelt wird. Es kann ein genetischer Fingerabdruck von Charles Darwin erstellt werden sowie vom Krankheitserreger. Ob die DNA tatsächlich von Charles Darwin stammt, kann ähnlich wie beim Vaterschaftstest oder Verwandtschaftstest, durch Vergleich des genetischen Fingerabdrucks mit bekannten Nachkommen, festgestellt werden.

Da sich eine Exhumierung nach Berichten von zdf.neo als nicht durchsetzbar erweist, greifen die Forscher auf Briefumschläge aus Darwins Korrespondenz aus Archiven in Philadelphia zurück, die von Darwin handbeschriftet und so vermutlich auch von ihm mit abgeleckten Briefmarken versehen und verschlossen wurden. Solche Gegenstände werden auch bei der Spurensuche in der Polizeiarbeit auf DNA untersucht. Leider erweist sich die so durch erfahrene Forensiker der Polizei in Philadelphia nachgewiesene DNA nicht mehr als aussagefähig. Weitere Forschungen sind notwendig, bevor eine eindeutige Aussage im Bezug auf Darwins Erkrankung getroffen werden kann.

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