EU-Gerichtshof stärkt Väterrechte

Heute hat der europäische Gerichtshof erneut die Rechte von Vätern gestärkt, die nicht mit der Kindesmutter verheiratet sind. Das Urteil setzt eine Serie von Urteilen des Bundesverfassungsgerichtes sowie des europäischen Gerichtshofes fort, die die Rechtslage lediger Väter verbessern und die Feststellung der leiblichen Vaterschaft (Vaterschaftstest) erleichtern.

Der EU-Gerichtshof zum Recht auf Umgang für den leiblichen Vater

So bestimmt das heutige Urteil, dass der leibliche Vater eines Kindes ebenfalls ein Umgangsrecht hat und ihm dieses nicht verwehrt werden kann, weil alleine die Mutter oder auch der rechtliche Vater damit nicht einverstanden sind. Damit kritisiert der EU-Gerichtshof die deutsche Praxis, leiblichen Vätern den Umgang häufig nicht zu gewähren, wenn das Kind in einer intakten Familie mit rechtlichem Vater lebt. Deutsche Familiengerichte legen dabei zu wenig Wert auf die Bedeutung der biologischen Abstammung, auf deren Kenntnis die Kinder ebenfalls ein Recht haben . Das Wissen um die eigene biologische Abstammung beschäftigt zum Beispiel auch Adoptivkinder sehr stark, sobald sie erfahren, dass Ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind. Das Wohle des Kindes alleine von der jetzigen familiären Situation abhängig zu machen, greift gegebenenfalls zu kurz.

Der EU-Gerichtshof zum Sorgerecht für ledige Väter

Das Urteil folgt ziemlich genau ein Jahr auf ein Urteil aus 2009, das ledigen Vätern eine stärkeres Anrecht auf das Sorgerecht einräumte als es in der Regel vor deutschen Gerichten durchgesetzt werden konnte. Damit sollte der Praxis ein Ende gesetzt werden, dass unverheiratete Väter nur dann ein Sorgerecht erhalten können, wenn die Mutter diesem zustimmt, was oft die Familiengerichte beschäftigte. Damit waren sie gegenüber verheirateten Vätern, die automatisch der rechtliche Vater eines Kindes werden, benachteiligt.

Gesetzliche Grundlagen zum Vaterschaftstest

Somit hat der deutsche Gesetzgeber durch den EU-Gerichtshof erneut Hausaufgaben bekommen nachdem auf Basis einer Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichtes 2008 das Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren verabschiedet wurde, das es Vätern (sowie Müttern und Kindern) erleichtert, die biologische Abstammung eines Kindes durch einen außergerichtlichen Vaterschaftstest feststellen zu lassen.

Diese rechtliche Grundlage wurde ergänzt und modifiziert durch das Gendiagnostikgesetz aus 2010, das im wesentlichen heimliche Vaterschaftstests unterbindet, also DNA Tests ohne Zustimmung der sorgeberechtigten Mutter oder des Kindes.

DNA und die biologische Abstammung

Die biologische Abstammung eines Kindes kann durch einen DNA Test heute einfach und zu günstigen Preisen festgestellt werden. Der existentielle Wissensdurst um die eigene Abstammung oder die eigene biologische Vaterschaft kann durch die moderne Wissenschaft und die gesetzlichen Grundlagen heute einfacher denn je gestillt werden.

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