Aktualisierte Karte der FSME Risikogebiete

Das Robert Koch Institut weist in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin 21/2015 darauf hin, dass 145 Kreise in Deutschland FSME-Risikogebiete sind, insbesondere in Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen und im Süd-Osten von Thüringen. Das sind drei Kreise mehr als im Vorjahr. Ist ein Kreis Risikogebiet bedeutet dies, dass in einem Zeitraum von fünf Jahren mehr als 1 FSME-Fall pro 100.000 Einwohner aufgetreten war. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch Institutes empfiehlt die FSME-Impfung, wenn man in einem Risikogebiet Kontakt zu Zecken haben kann.

Innerhalb Europas sind die Risikogebiete unterschiedlich verbreitet. Vor allem die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen und Teile Osteuropas sind Risikogebiete. Österreich war ebenfalls lange FSME Risikogebiet, konnte aber durch hohe Impfraten die Verbreitung stark einschränken. Bei der Urlaubsplanung sollte man daher aktuelle Risikoeinschätzungen überprüfen und je nach Urlaubsort und geplanter Urlaubsaktivitäten eine Impfung in Erwägung ziehen.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME): Vorbeugung

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Hirnhautentzündung, die durch ein Virus verursacht wird, das zur gleichen Virenfamilie gehört wie die Viren, die Dengue-Fieber oder Gelbfieber verursachen. In Deutschland wird FSME vor allem durch Zecken übertragen, die sich in Wäldern und hohem Gras aufhalten. Dort stechen sie Menschen und übertragen die Viren in deren Blut. In Deutschland sind laut der Publikation des Robert Koch Instituts circa 0,1 - 5 % der Zecken mit dem Virus infiziert und können es somit auf den Menschen übertragen. Neben FSME übertragen Zecken auch das Bakterium Borrelia burgdorferi, der Auslöser für die Lyne-Borreliose, eine Erkrankung die häufiger auftritt als FSME.

Schutz vor FSME bietet zum einen die von der Ständigen Impfkommission empfohlene Impfung. Drei Impfungen sind erforderlich, um einen Impfschutz aufzubauen. Nach drei bis fünf Jahren muss die Impfung aufgefrischt werden. Eine nachträgliche Impfung nach einem Zeckenstich ist zum Schutz vor FSME nicht wirksam. Die Impfung empfiehlt sich für Menschen, die sich in der freien Natur aufhalten, sei es bei der Ausübung von Sport und Hobbies wie Wandern oder aus beruflichen Gründen (Jäger, Waldarbeiter, etc.).

Schutz vor FSME gewährleistet vor allem die Vermeidung von Zeckenstichen durch das Tragen langer Hosen und Oberteilen sowie festen Schuhen. Um das Eindringen der Zecken an den Hosenbeinen zu verhindern, können die Strümpfe über die Hosenbeine gezogen werden. Das Berühren wilder Tiere sollte man vermeiden. Auch eigene Haustiere wie Katzen sollten vor Zeckenbefall geschützt werden und regelmäßig untersucht werden.

Einen 100% Schutz gibt es jedoch nicht; daher sollte der Körper nach dem Aufenthalt in Wald und Wiesen in Risikogebieten auf Zeckenbefall geprüft werden. Auf hellfarbiger Kleidung sind Zecken leichter zu entdecken als auf dunklen Kleidungsstücken. Die Zecken befallen besonders gerne warme und feuchte Körperstellen wie Kniekehlen. Sollte eine Zecke entdeckt werden, muss diese fachgerecht entfernt werden. Hierzu sind spezielle Zeckenzangen sinnvoll, um das Tier möglichst nah am Kopf zu fassen und herauszuziehen. Die Bissstelle sollte desinfiziert und in den Folgetagen beobachtet werden bzw. ein Arzt konsultiert werden.

Die DNA-Analyse in der Diagnostik der FSME

Schon während der Anfangszeit der Labortätigkeit der bj-diagnostik in der DNA-Analyse 1998 konnte die DNA der die Krankheit auslösenden Viren mittels PCR-Verfahren in Zecken detektiert werden. Damit war bereits Ende des 20. Jahrhunderts eine sichere Aussage möglich, ob eine Zecke, von der ein Patient gebissen worden war, Träger des Virus war oder nicht. Einzige Voraussetzung war, dass der Patient die Zecke sicherstellen konnte. Ist eine Zecke vom Virus befallen, ist eine Übertragung auf den gebissenen Menschen nicht sicher, aber wahrscheinlich.

Die Erkenntnis über den Virenbefall der Zecke könnte ein wichtiger Hinweis für die Ursachenforschung und Diagnostik bei in Folge von Zeckenbissen auftretenden Krankheiten sein. Die DNA-Diagnostik war jedoch 1998 keine Kassenleistung und ist es auch 2015 nicht. Im Gegenteil, die Möglichkeiten der Diagnostik haben sich nicht durchgesetzt, sind weitgehend unbekannt und ungenutzt.

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