Hygieneprobleme in deutschen Krankenhäusern

Deutsche Ärzte gehen selbst nicht gerne ins Krankenhaus, und sie wissen auch warum...

Schon seit vielen Jahren hört man mal immer wieder, das es Bakterien gibt, die gegen beinahe alle Antibiotika resistent sind. Doch nun scheint die Realität bei allen Menschen angekommen zu sein. Kennen Sie nicht auch jemanden, der sich bei einer Operation in einem Krankenhaus einen gefährlichen Keim geholt hat und nur knapp der Amputation oder sogar nur knapp mit dem Leben davonkam? Der Autor dieses Berichts kennt persönlich zwei Fälle von Infektionen mit MRSA (Methicillin Resistenter Staphylococcus Aureus). MRSA ist ein Bakterium des Stamms Staphylococcus Aureus, welches gegen das Antibiotikum Methicillin resistent ist. Besser passend aber ist der Name Multi Resistenter Staphylococcus Aureus, denn das Bakterium ist gegen fast alle gängigen Antibiotika resistent. Das ist eine schlimme Sache.

Im Falle einer Nachbarin des Autors gelangte der Keim über einen Titanstab, der nach einer Unterschenkelfraktur in den gebrochenen Knochen eingesetzt wurde. Gebrochene Knochen, wie z.B. nach einer Oberschenkelhalsfraktur, werden oft derart repariert. Wie auch bei der Nachbarin, wollte die Wunde allerdings nicht zuheilen.
Sie quälte sich monatelang mit einem offenen Bein und von Ihrer Giessener Klinik wurde versucht den Fall zu ignorieren, der behandelnde Professor sagte seiner Patientin, na da haben Sie sich ja einen schönen „Straßenkeim“ eingefangen. Ignoranz und eine abwehrende Haltung seitens der Ärzte sind sicher nicht der richtige Weg, um mit dem nun realen Risiko umzugehen.

Als von Amputation die Rede war bekam die Nachbarin einen Tipp von einem der Oberärzte, quasi heimlich. Es gäbe da ein Antibiotikum, welches möglicherweise helfen könnte, Sie müsse es sich aber selbst besorgen. Die Patientin hatte Glück, ihre Krankenkasse trug 80 % der Kosten des 8.000 Euro teuren Medikaments – ja Sie lesen richtig, 8.000 Euro für einen einzigen Einnahmezyklus! Die Patientin nahm das Medikament ein und die Entzündung klang innerhalb kurzer Zeit ab, die Amputation konnte verhindert werden.

Unglaublich aber wahr.

Jedoch nicht alle infizierten Krankenhauspatienten haben solches Glück, man schätzt, dass es in Deutschland jedes Jahr etwa 1 Million mit MRSA infizierte Patienten gibt und das davon etwa 40.000 Patienten an der Infektion versterben, jedes Jahr nur in Deutschland. Genaue Zahlen gibt es leider nicht, denn für MRSA Infektionen gibt es keine Meldepflicht. Tote haben eben keine Lobby.

Wenn man zur Recherche im Internet nachsieht, wird man von einer riesigen Zahl von Zeitungsartikeln (Stern, Spiegel, ARD und ZDF und Lokalzeitungen) erschlagen. Auch zwei Dokumentarfilme die auch Einzelschicksale darstellen: KLINIK, KEIME, KATASTROPHEN, Eine Dokumentation von Monika Hielscher & Matthias Heeder, sowie der am 24.8.2009 ausgestrahlte Beitrag, „Killerbrut – die verschwiegene Katastrophe“ von Meike Hemschemeier, lassen schlimmes befürchten.

In Fragen der Hygiene ist Deutschland ein Entwicklungsland, dies steht in krassem Gegensatz zum Lob, welches sich deutsche Politiker immer selbst ausstellen. Deutschlands kleine Nachbarn Holland oder Dänemark aber gelten als vorbildlich in der MRSA Bekämpfung durch strikte Hygiene Regeln in ihren Krankenhäusern. Deutschland, sonst auf allen Ebenen vollgestopft mit unsinnigen Regeln, tut so, als könne man sich 40.000 Menschen, die jedes Jahr an einer MRSA Infektion sterben ohne jedes Wimpernzucken leisten. Dabei sterben aber nicht nur die alten und kranken, weit gefehlt – Tote haben eben keine Lobby.

So werden in Hollands Krankenhäusern neu aufzunehmende Patienten zunächst einmal untersucht, ob sie einen MRSA Keim beherbergen. Dazu wird eine mikrobiologische Untersuchung eines Abstrichs aus der Nase oder dem Mund angefertigt, denn MRSA sitzt beim gesunden Menschen auf der Haut. Infizierte Personen kommen in Holland erst einmal in Quarantäne. Allerdings kommen deutsche Patienten in Holland sofort in Quarantäne und nicht erst nach einem positiven, mikrobiologischen Befund. Das spricht Bände. Fast jeder war schon mal zu einer Operation in einem deutschen Krankenhaus, auch der Autor. Fragen Sie sich einmal selbst - haben Sie schon mal erlebt oder gehört, dass man bei der Aufnahme in einem deutschen Krankenhaus einen Mund oder Nasenabstrich abgeben musste, der dann mikrobiologisch auf den MRSA Keim untersucht wurde? Fehlanzeige.

Was aber ist los in Deutschlands Krankenhäusern, wo liegen die Ursachen für die Missstände? In einigen Tagen erscheint auf dieser Website ein weiterer Artikel zu diesem traurigen Thema. Seien Sie gespannt.

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