Der moderne DNA-Vaterschaftstest ist unverzichtbar geworden

Die modernen wissenschaftlichen Verfahren der Feststellung einer Vaterschaft durch DNA-Analyse werden zwar teilweise kontrovers gesellschaftlich diskutiert, sind aber inzwischen unverzichtbar geworden. Auch das Bürgerliche Gesetzbuch sowie das Gendiagnostikgesetz tragen dem Rechnung.

Nicht nur Prominente wie zuletzt der amerikanische Schauspieler Jude Law, der Vater der berühmten Sängerin Beyonce, der US-amerikanische Politiker John Edwards und vormals sogar Apple-Chef Steve Jobs sorgen mit Vaterschaftstests für Schlagzeilen. Unsere täglichen Seifenopern wie die ZDF-Serien „Hanna – Folge Deinem Herzen“ oder „der Landarzt“ verarbeiten das Thema genauso wie diverse Talkshows, u.a. Johannes B. Kerner.

Einfacher Vaterschaftstest vor Gericht oder außergerichtliche Feststellung der Vaterschaft

Genauso ist es im Rahmen von familiären oder gar familiengerichtlichen Auseinandersetzungen für die Betroffenen deutlich einfacher geworden, einen DNA-Vaterschaftstest durchführen zu lassen. Grundlage hierfür ist - neben den deutlich gesunkenen Kosten für einen Vaterschaftstest - das „Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren“, das im April 2008 in Kraft trat und mit § 1598a „Anspruch auf Einwilligung in eine genetische Untersuchung zur Klärung der leiblichen Abstammung“ Eingang in das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) fand. Die Regelungen des Gesetzes treten häufig hinter die aktuelle Diskussion des am 1. Februar 2010 in Kraft getretenen Gendiagnostikgesetzes zurück. Beide Gesetze sind jedoch im Zusammenwirken zu sehen, um eine klare Rechtslage für die Durchführung sowohl privater als auch gerichtlich oder behördlich angeordneter Vaterschaftsgutachten zu schaffen.

Seit April 2008 haben in Deutschland der rechtliche Vater, die Mutter und das Kind ein Recht auf Einwilligung der jeweils anderen hier genannten Personen in die Klärung der Vaterschaft. Dieses Recht kann jede dieser Personen notfalls auch gegen den Willen der anderen durchsetzen; die Zustimmung der verweigernden Partei kann dann durch ein Familiengericht ersetzt werden. Einzige Ausnahme ist die Gefährdung des Wohles des Kindes, dessen Beurteilung dem Familiengericht obliegt. Auch wenn sich alle Betroffenen privat ohne Einschaltung eines Familiengerichtes auf die Durchführung des Abstammungstests einigen, kann dieser in Auftrag gegeben werden. Eine Klärung der biologischen Vaterschaft ist möglich, ohne die rechtliche Vaterschaft zunächst durch eine Anfechtung in Frage zu stellen.

Vaterschaftstest gemäß Gendiagnostikgesetz erlaubt

An diesem Recht auf Klärung der Vaterschaft hat auch das jüngst in Kraft getretene Gendiagnostikgesetz (GenDG) nichts geändert. Entgegen teilweiser Fehlinterpretationen in der Presse, sind private Vaterschaftstest weiterhin möglich. Das GenDG hat diese nicht untersagt, regelt jedoch, dass die Zustimmung aller Betroffenen erforderlich ist und somit sog. „heimliche“ Vaterschaftstests verboten sind. Dies bedeutet insbesondere, dass alle Sorgeberechtigten eines minderjährigen Kindes der Durchführung eines Vaterschaftstestes explizit und schriftlich zustimmen müssen. Deutschland hat damit eine liberalere Gesetzgebung als z.B. Frankreich oder die Schweiz, und meist auch deutlich geringere Kosten für den Vaterschaftstest. Ein deutscher Auftraggeber, der jedoch einen Abstammungstest ohne Einwilligung aller Betroffenen durchführen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, für die Geldstrafen von 5000 Euro und höher festgelegt sind – übrigens auch dann, wenn der Test bei einem ausländischen Labor durchgeführt wird. Lediglich der ausländische Anbieter entgeht in diesem Fall dem Bußgeldkatalog, der für deutsche Labore gilt.

Darüber hinaus hat das Gendiagnostikgesetz die Sicherung der Qualität der Anbieter verbessert. Abstammungsgutachten dürfen nur von erfahrenen Sachverständigen mit naturwissenschaftlicher Hochschulausbildung oder Medizinern vorgenommen werden. Ab Februar 2011 müssen alle Labore, die Vaterschaftstests durchführen, die Akkreditierung ihres Labores abgeschlossen haben. Die Voraussetzungen dafür ist unter anderem die langjährige, erfolgreiche Teilnahme an unabhängigen Qualitätssicherungsmaßnahmen wie z.B. den Ringtests der Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin. Die Zertifikate dieser Ringtests der bj-diagnostik GmbH finden Sie auf dieser Webseite.

Somit hat der Gesetzgeber eine erste verlässliche - wenn auch in Teilen unvollständig detaillierte - Grundlage für die Durchführung von DNA-Vaterschaftstests geschaffen. Weitere Richtlinien auf diesem Gebiet sind durch die Arbeit der eingesetzten Gendiagnostikkommission beim Robert Koch-Institut zu erwarten.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter:

  • Vaterschaftstest für Jugendamt und Gericht
  • Vaterschaftstest: Rechtliche Aspekte.
  • Diese Angaben können nur einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen geben und ersetzen keine anwaltliche oder behördliche Beratung im Einzelfall!

    Testset gratis
    bestellen >>

    Sie zahlen nur dann, wenn Sie den unterschriebenen Auftrag einsenden.

     

    Unsere Hotline
    Vaterschaftstest
    0551 - 500 72 999

    Das Team der bj-diagnostik berät Sie gerne.

     

    Vaterschaftstest: Akkreditiertes Qualitätslabor für Abstammungsanalysen - bj-diagnostik GmbH