Zahl der Schwangerschaftsabbrüche steigt um 1,3% im ersten Quartal 2010

Besteht ein Zusammenhang mit dem Gendiagnostikgesetz?

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden meldet, dass die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche im ersten Quartal dieses Jahres um 1,3% gegenüber dem Vergleichsquartal in 2009 gestiegen ist. Das wäre nach den Statistiken von Destatis der erste Anstieg in absoluten Zahlen seit 2002. Die Entwicklung in einem Quartal lässt noch keinen Rückschluss auf die Entwicklung im verbleibenden Jahreszeitraum zu und ermittelt noch keine relative Kennzahl für die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche, die üblicherweise aus der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter und der Zahl der geborenen Kinder ermittelt wird. Dennoch muss beobachtet werden, ob langfristig ein Zusammenhang zwischen dem seit 1. Februar geltenden Verbot pränataler Vaterschaftstests und dem Anstieg der Schwangerschaftsabbrüche besteht.

Gendiagnostikgesetz: Pränataler Vaterschaftstest nicht zulässig

Am 1. Februar 2010 trat das Gesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (GenDG) in Kraft, das genetische Untersuchungen zu medizinischen Zwecken oder zur Bestimmung der biologischen Abstammung durch die DNA-Analyse regelt und pränatale Vaterschaftstests, das heißt Vaterschaftstests vor der Geburt, untersagt.

Mit dem Gendiagnostikgesetz werden pränatale genetische Untersuchungen auf medizinische Zwecke beschränkt. Auch wenn aus anderen Gründen während der Schwangerschaft eine Fruchtwasserentnahme stattfindet, darf diese nicht zur Klärung der Abstammung verwendet werden. Ein DNA-Vaterschaftstest kann damit nur noch unmittelbar nach der Geburt mittels eines Mundschleimhautabstriches durchgeführt werden. Nur in Ausnahmefällen darf ein pränataler Vaterschaftstest durchgeführt werden, wenn die Schwangerschaft die Folge einer Straftat an der Mutter sein kann (z.B. eine Vergewaltigung).

Ab wann kann ein Vaterschaftstest durchgeführt werden?

Ein DNA-Vaterschaftstest ist im Gegensatz zu einer Blutgruppenanalyse direkt nach der Geburt durchführbar. Die Blutenzymsysteme des Kindes lassen sich dagegen erst nach einigen Lebensmonaten zuverlässig bestimmen, wenn sich das kindliche Enzymsystem voll entwickelt hat. Dies bedeutet eine weitere Verzögerung bei der Klärung der Abstammung des Neugeborenen. Des Weiteren ist die Durchführung des Tests mittels des Mundschleimhautabstriches anstatt einer Blutprobe für das Baby oder Kleinkind mit keinem Risiken verbunden.

Ein DNA Vaterschaftstest führt zu einem zuverlässigen Ergebnis, ohne Blutprobe, direkt nach der Geburt. Für die Durchführung eines Vaterschaftstests ist dabei die schriftliche und explizite Einwilligung aller Sorgeberechtigten und Testpersonen erforderlich, in der Regel von Mutter und Vater. Für die gerichtliche oder behördliche Verwendung ist die Feststellung der Identität der Testpersonen durch einen unabhängigen Zeugen, zum Beispiel einen Arzt, notwendig.

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