Die Schweinegrippe – wo ist sie geblieben?

Die Schweinegrippe ist das jüngste Beispiel einer abenteuerlichen Berichterstattung der Medien in Deutschland. Aber nicht nur in Deutschland, sondern vor allem auch in den USA, verbreiten die omnipräsenten TV Kanäle, einfach unglaubliche Stories.

Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko

Gegen Mitte April 2009 verdichteten sich die Meldungen einer Schweinegrippeinfektion, die in Mexiko Ihren Ursprung haben soll. Zwei Wochen nachdem ein Labor in Winnipeg (Kanada) die Öffentlichkeit informierte, dass es sich bei dem neuen Influenzavirus um H1N1 handelt (Influenza ist der wissenschaftliche Name für die Grippe), war der Begriff der Schweinegrippe aufgelegt. Das Virus setzt sich aus Anteilen von Grippeviren, die normalerweise bei Schweinen vorkommen und aus Viren, die beim Menschen vorkommen, zusammen. Das Virus befällt das Schwein und nicht den Menschen. Auch die Infektion geht von Mensch zu Mensch und nicht von Schwein zu Mensch.

Zuerst einmal waren die US amerikanischen Gesundheitspolitiker nicht erfreut, dass die aus den USA stammenden Proben von Influenzakranken nicht zuerst von der CDC (Center for Disease Control and Prevention) beschrieben wurden, sondern von einem viel kleineren Labor aus Kanada. Dr. Anne Schuchat, die stellvertretende Leiterin des CDC musste sich einer Parlamentskommission stellen und öffentlich erklären, warum nicht die CDC, die mit Steuergeldern finanziert wird, sondern ein kleines Labor in Kanada die Erstbeschreibung geleistet hat. Der Vorsitzende der Parlamentskommission drückte aus, dass er geschockt sei, wo er immer dachte, die CDC sei der Goldstandard, weltweit. Der Vorsitzende fragte Dr. Schuchat, ob es richtig sei, dass die US Proben zur Analyse nach Kanada gesendet wurden, weil möglicherweise der bürokratische Aufwand Proben bei der CDC untersuchen zu lassen sehr hoch sei. Die verhörartige Befragung wurde sogar öffentlich und direkt im Fernsehen übertragen! So kann sich jeder selbst ein Bild machen. Nichtsdestotrotz scheint die CDC eine sehr wichtige Behörde zu sein, militärisch organisiert, denn Dr. Schuchat trug eine Uniform.

Eine derartige Einsicht in die Details des behördlichen Ablaufs wäre in Deutschland undenkbar, Türen an deutschen Behörden bleiben fast immer geschlossen, wenn es mal brennt. Es soll gar nicht der Verdacht aufkommen, man würde dem gemeinen, deutschen Bürger zutrauen, eine komplexe Situation beurteilen zu können. Dabei ist die Sachlage bei der sogenannten Schweinegrippe (es ist nicht bekannt, ob überhaupt Schweine am Virus erkrankt sind) ganz einfach. Verglichen mit der normalen Grippe, an der jedes Jahr viele tausend Menschen sterben, ist die Schweinegrippe völlig unbedeutend und die aufgebauschten Presseberichte sind vollkommen ungerechtfertigt, wenn man die Zahlen ansieht. In den USA wurden bis zum 18.5.2009 gerade einmal 173 Personen mit Verdacht auf eine H1N1 Influenza ins Krankenhaus eingeliefert und nur fünf Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt verstorben. Es ist einfach lächerlich bei diesen Zahlen von einer Pandemie zu sprechen.

Der erste Mensch, der an H1N1 im April 2009 in den USA starb, war ein kleines Kind, welches von Mexiko in die USA kam und bereits an einer anderen Krankheit litt, also geschwächt war. Um die ganze Geschichte weiter aufzubauschen, wird dann die spanische Grippe, die nach dem 1. Weltkrieg 1918/1919 Millionen von Menschen den Tod brachte, zitiert. Mit Angst lässt sich Werbung eben hervorragend verkaufen und so waren auch viele Amerikaner sehr besorgt um ihre Gesundheit und sogar Vizepräsident Biden sagte öffentlich, das er auf gar keinen Fall mit der U-Bahn irgendwohin fahren würde – das war vielleicht der Gipfel der Dummheit im Angesicht der Millionen Pendler, die jeden Tag mit der U-Bahn oder mit dem Zug zur Arbeit fahren müssen.

Tatsächlich aber braucht sich die Menschheit keine Sorgen zu machen, dass eine Grippewelle, ähnlich wie nach dem ersten Weltkrieg, Millionen von Menschen dahin raffen könnte. Weder die Schweinegrippe noch die Vogelgrippe kann dies bewerkstelligen, denn wir haben nicht mehr 1918. Die Welt hat sich seitdem verändert, das haben auch namhafte Journalisten ganz offensichtlich vergessen. Nach dem 1. Weltkrieg war es nicht nur eine Grippewelle, die die ausgezehrte Bevölkerung traf, sondern gleichzeitig grassierte eine bakterielle Lungeninfektion. Bei gleichzeitig zwei bedrohlichen Krankheiten, ist der Tod eben viel näher, als bei nur einer.

Grippe-Pandemie?

Spätestens jetzt muss der Groschen fallen, wenn man Kenntnis von der Geschichte der Naturwissenschaften hat. Was unterscheidet das Heute so stark vom Damals? Es ist der Fortschritt mit Namen PENICILLIN. 1928 entdeckt der britische Naturwissenschaftler Alexander Fleming ein Pilzextrakt, welches sehr effektiv Bakterien tötet – damit war der Grundstein für die Heilung bakterieller Infektionen gelegt. Initiiert durch den Beginn des 2. Weltkriegs entwickelten die Alliierten aus Flemings Entdeckung ein Medikament und 1942 begann die industrielle Penicillinherstellung in den USA. In keinem einzigen Artikel zur Schweinegrippe der letzten Wochen wurde auf diese Tatsache hingewiesen. Es ist einfach nicht fair von den Medien durch Weglassen erzeugte Halbwahrheiten zu verbreiten.

Eine fulminante Grippe ist immer gefährlich. Verglichen mit Bakterien lassen sich Viren mit Medikamenten nur ungenügend ausbremsen. Es muss auch bezweifelt werden, das die teuren Pillen einiger Pharmafirmen überhaupt eine durchschlagende Wirkung haben. Der beste Gegner der Grippeviren ist das menschliche Immunsystem. Damit das Immunsystem seine heilende Wirkung gegen Grippeviren entfalten kann, darf man sich nicht anstrengen, wenn man eine Grippe hat und man muss unter einer Bettdecke ruhend seine Körpertemperatur konstant halten. Nur so kann unser Immunsystem richtig arbeiten. Bakterielle Atemwegsinfektionen, die eine Grippe oft begleiten, müssen mit Antibiotika behandelt werden. Ganz junge, ganz alte, kranke oder wie auch immer geschwächte Menschen sind aber bei jeder Grippe stark gefährdet und nicht nur bei der sogenannten Tiernameninfluenza (egal ob Vogel oder Schwein). Viele namhafte Influenzaforscher haben während ihres ganzen Forscherlebens auf eine Pandemie hingefiebert. Heute sind sie alle im Ruhestand und es ist nichts passiert.

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