Vaterschaftstest vom Billiganbieter?

Billig ist nicht immer preiswert. Beim DNA-Vaterschaftstest, der bis vor wenigen Jahren noch von Sachverständigen für hohe vierstellige Beträge angeboten wurde, dreht sich die Preisspirale nach unten. Inzwischen bewerben ausländische Anbieter mit Dumping-Preisen den deutschen Markt. Auch deutsche Labore unterbieten sich mit immer neuen Wortschöpfungen wie "preisgünstigst" oder "Hammerpreis".

Qualitätskontrollen in Deutschland

Deutsche Labore können im Preiswettbewerb mit ausländischen Anbietern nicht mithalten, da in Deutschland die außergewöhnlich hohe Qualitätsvorgabe der Akkreditierung nach DIN EN ISO IEC 17025 herrscht sowie die strengen Anforderungen des Gendiagnostikgesetzes an Dokumentation und Datenschutz einzuhalten sind. Die Einhaltung der Normen und Vorgaben verursacht hohe Kosten in der Administration, bei der Erstellung der Gutachten und im Laboralltag.

Qualitativ erfüllen Vaterschaftstests aus deutschen Fachlaboren jedoch die höchsten Anforderungen. Die Einhaltung der Norm erfordert ein stringentes Qualitätsmanagement im Labor und wird darüber hinaus durch externe Qualitätskontrollen sowie behördlich überwacht.

  • Ringversuche der Spurenkommission der rechtsmedizinischen Institute

Akkreditierte Labore sind verpflichtet, jedes Jahr an zwei Ringversuchen teilzunehmen, für die bei erfolgreicher Teilnahme eine Bescheinigung ausgestellt wird. Bei Ringversuchen handelt es sich um externe Qualitätssicherungsmaßnahmen, bei dem eine Vielzahl von Laboren identische Proben untersuchen und die Ergebnisse vom Ausrichter des Ringversuches kontrolliert und verglichen werden. Die Teilnahme an zwei Ringversuchen pro Jahr generiert Kosten von rund 5.000 Euro.

Beim Gednap Ringversuch (Spurenkommission GeDNAP, gemeinsame Kommission der rechtsmedizinischen und kriminaltechnischen Institute in Deutschland) sind die Ergebnisse im Dezember eines Jahres einzureichen. In einem jährlich im Februar stattfindenden Spurenworkshop (Gednap) werden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert, was einen Erfahrungsaustauch zwischen den Laboren fördert. Die Bescheinigungen werden dann in den Folgemonaten an die Teilnehmer versendet.

Die bj-diagnostik nimmt bereits seit dem Jahr 2000 an den GeDNAP Ringversuchen teil, während die Teilnahme an Ringversuchen erst im Jahr 2011 verpflichtend wurde.

  • Ringversuch der ISFG

Die International Society For Forensic Genetics (kurz ISFG) organisiert ebenfalls jährliche Ringversuche, bei denen neben der Laboranalyse komplexe Berechnungen einer möglichen Verwandtschaft durchzuführen sind (zum Beispiel beim indirekten Vaterschaftstest ohne Probe des möglichen Vaters).

Nicht viele deutschen Labore nehmen an diesem, englischsprachig ausgerichteten Ringversuch teil. Die bj-diagnostik GmbH nutzt diesen ebenfalls seit vielen Jahren als externe Qualitätskontrolle.

  • Externe Audits der DAkkS

Die Deutsche Akkreditierungsstelle übernimmt in Deutschland die hoheitliche Aufgabe der Akkreditierung nach internationalen Normen. Die nach DIN EN ISO IEC 17025 akkreditierten Labore müssen sich regelmäßigen Audits der Fach- und Systemgutachter der DAkkS unterziehen. Die Akkreditierung gilt in der Regel für 5 Jahre mit mehreren Überwachungsaudit und ist dann zu erneuern. Die Akkreditierungskosten (Kosten der Audits sowie Verwaltungs- und Personalkosten zur Einhaltung der Qualitätsvorgaben) können pro Jahr leicht einen Betrag von 20.000 Euro und mehr ausmachen. Sie übersteigen die Kosten für die Ringversuchsteilnahme und -ausarbeitung bei weitem.

Weitere selbstgeschaffene Qualitätssiegel der Verbände von Sachverständigen oder Laboren bieten darüber hinaus keine weitergehende Qualitätssicherung als die oben bereits genannten.

Technische und wissenschaftliche Qualitätsvorgaben der GEKO

Regelmäßige Vorgaben der Gendiagnostikkommission des Robert-Koch-Institutes sollen sicherstellen, dass die Durchführung des Vaterschaftstests dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik genügt. Standard in akkreditierten Laboren ist daher die Untersuchung von mehr als 15 Markern, die garantiert, dass hohe und zuverlässige Wahrscheinlichkeitsaussagen bei der Bestätigung einer Vaterschaft erreicht werden. Ausschlüsse einer Vaterschaft müssen nach gesetzlichen Vorgaben zur Sicherheit wiederholt werden, obwohl akkreditierte Labore ein QM-System vorhalten - dies dürfte in der medizinischen Diagnostik und im Qualitätsmanagementwesen ein einmaliger Vorgang sein. Viele ausländische Labore, die zu Niedrigstpreisen anbieten, führen DNA-Analysen nach wie vor mit weniger Markern an und erfüllen auch die Detailvorgaben zu den zu verwendenden Markern zur Absicherung des Ergebnisses nicht.

Die GEKO definiert ebenfalls die Anforderungen an die Qualifikation der Abstammungsgutachter, deren Ausbildung und regelmäßige Fortbildung. Diese wird im Rahmen der Akkreditierungsaudits überwacht.

Mathematisch-Statistische Analyse

Nicht nur die Laborarbeit beeinflusst die Qualität eines Vaterschaftstests. Der Vaterschaftstest findet in zwei Stufen statt:

  1. DNA-Analyse im Labor
  2. Auswertung der DNA-Daten zur Berechnung der Vaterschaftswahrscheinlichkeit bzw. des Ausschlusses der Vaterschaft.

Die Laborverfahren sind weitgehend standardisiert. Lange Erfahrung, hervorragende mathematische Kenntnisse und entsprechende EDV-Unterstützung sind jedoch Grundlage für die kompetente Erstellung des Gutachtens mit Berechnung der Wahrscheinlichkeit einer Vaterschaft oder deren Ausschlusses.

Andere, auch internationale Labore, beauftragen die bj-diagnostik mit der Berechnung komplexer Abstammungsszenarien. Die bj-diagnostik hat sich dabei auf indirekte Vaterschaftstests ohne Probe des möglichen Vaters (sogenannte Geschwistertests) spezialisiert.

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Vaterschaftstest: Akkreditiertes Qualitätslabor für Abstammungsanalysen - bj-diagnostik GmbH