Vaterschaftstest vor der Geburt möglich?

Ein pränataler Vaterschaftstest wird während der Schwangerschaft vor der Geburt durchgeführt. Während einer Schwangerschaft kann die Unsicherheit über die biologische Vaterschaft eines Kindes belastend sein. Pränatale Vaterschaftstests können Abhilfe schaffen, sind aber in Deutschland seit Inkrafttretens des Gendiagnostikgesetzes 2010 verboten. Auf vielen Informationsseiten, Foren und Websites im Internet wird der Vaterschaftstest vor der Geburt aber immer noch – fälschlicherweise – als legale Option in Deutschland diskutiert.

Vorgeburtliche Vaterschaftstests während der Schwangerschaft vor der Geburt

Rein wissenschaftlich kann die biologische Vaterschaft eines Kindes invasiv (anhand einer Fruchtwasserprobe des Kindes) sowie nichtinvasiv festgestellt werden.

  • Nichtinvasiver Vaterschaftstest vor der Geburt

    Anhand von Blutproben von Vater und Mutter kann die biologische Abstammung eines Kindes im Mutterleib nichtinvasiv festgestellt werden. Der Vaterschaftstest stellt über das Risiko einer Blutentnahme hinaus kein Risiko für Mutter oder Kind dar.

  • Invasiver Vaterschaftstest während der Schwangerschaft

    Ein invasiver Abstammungstest erfordert eine Fruchtwasserprobe. Eine Fruchtwasserentnahme birgt jedoch ein medizinisches Risiko für Mutter und Kind und wurde daher in der Vergangenheit von der Mehrzahl der Ärzte für die Zwecke einer Feststellung der Vaterschaft abgelehnt - es sei denn es lagen besondere Härtefälle vor, wie zum Beispiel eine Vergewaltigung.

    Ein Vaterschaftstest wurde nur dann durchgeführt, wenn eine Fruchtwasserprobe auch aufgrund anderer medizinischer Indikationen (zum Beispiel Risikoschwangerschaft, Trisomie 21) vorgenommen wurde und diese dann zusätzlich für die DNA-Analyse verwendet werden konnte.

Verbot pränataler Vaterschaftstests durch das Gendiagnostikgesetz

Das zum 1. Februar 2010 in Kraft getretene Gendiagnostikgesetz hat eine gesetzliche Regelung für Vaterschaftstests während der Schwangerschaft getroffen und diese untersagt, es sei denn, die Schwangerschaft steht in Zusammenhang mit einer Straftat an der Mutter. In diesen Fällen kann eine Staatsanwaltschaft einen Vaterschaftstest vor der Geburt in Auftrag, sofern die Mutter dies wünscht. Es ging dem Gesetzgeber darum, das ungeborene Leben nicht durch eine invasive Probenentnahme und damit durch eine mögliche Infektion zu gefährden. Warum dann aber weiterhin andere invasive, pränatale Analysen durch Entnahme von Fruchtwasser mit einer Hohlnadel erlaubt sind, bleibt unbeantwortet und unlogisch.

Obwohl es schon längst nichtinvasive Methoden gibt, mit denen für das ungeborene Kind risikolose Diagnosen ausgeführt werden können, besteht das Verbot pränataler Vaterschaftstests (vor der Geburt) fort.

Vaterschaftstest direkt nach der Geburt (postnatal)

Im Gegensatz zu den vormals üblichen Blutgruppenuntersuchungen ist ein DNA-Vaterschaftstest unmittelbar nach der Geburt möglich. Die Blutgruppe oder andere Blutenzymsysteme lassen sich bei einem Kind erst nach einigen Lebensmonaten zuverlässig bestimmen, wenn sich das Enzymsystem voll entwickelt hat. Eine DNA-Probe des Neugeborenen liefert dagegen zweifelsfreie und zuverlässige Ergebnisse, so dass eine Vaterschaft mit einer Wahrscheinlichkeit von 100% ausgeschlossen oder zu über 99,99% bestätigt werden kann. Auch eine Blutentnahme beim Neugeborenen ist für die Durchführung einer DNA-Abstammungsanalyse nicht notwendig. Es reicht der für Babies und Kleinkinder schmerzfreie Mundschleimhautabstrich.

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