Zeit der Nobelpreise: Wer erhielt 1962 den Nobelpreis für die Entdeckung der DNA-Doppelhelix?

Dass heute schnell und kostengünstig DNA-Abstammungstests und Vaterschaftstests durchgeführt werden können, verdanken wir im wesentlichen der Entdeckung der Struktur der DNA, der Doppelhelix der menschlichen Erbsubstanz. Hierfür verlieh man zwei Naturwissenschaftlern aus Großbritannien – James Watson und Francis Crick – 1962 den Nobelpreis für Medizin. Gerne vergessen wird dabei, dass auch eine Frau an dieser Entdeckung entscheidend mitgearbeitet hat: Rosalind Franklin.

Die Nobelpreise 2010

In dieser Zeit werden wieder die Preisträger des Nobelpreises, unter anderem in den Naturwissenschaften und für Medizin in Stockholm verkündet. So wird Robert Edwards den Nobelpreis für Medizin für die Entwicklung der künstlichen Befruchtung erhalten. Richard Heck aus den USA, Ei-ichi Negishi und Akira Suzuki aus Japan werden ausgezeichnet mit dem Chemie Nobelpreis 2010 für ihre Arbeiten zur Palladium-Katalyse. Die Nobelpreise werden seit 1901 jedes Jahr am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, verliehen.

Die Verkündung der Nobelpreise 2010 ist auch ein guter Zeitpunkt, um sich an den Nobelpreis von Watson und Crick für die Entdeckung der DNA-Doppelhelix zu erinnern sowie an die Rolle von Rosalind Franklin bei ihrer Erforschung.

Der Beitrag von Rosalind Franklin zur Entdeckung der DNA-Doppelhelix

Heute kann man zur Geschichte Rosalind Franklins und ihrem verpassten Nobelpreis mehrere Biographien lesen, zum Beispiel das Buch „Rosalind Franklin – Die Entdeckung der DNA oder der Kampf einer Frau um wissenschaftliche Anerkennung“ von Brenda Maddox (2002). Brenda Maddox erzählt sehr verständlich und einfühlsam den Weg Rosalind Franklins durch ihr viel zu kurzes Leben, der geprägt ist durch Widerstände, Krankheit und ungerechte Behandlung. Dabei erläutert Maddox ebenfalls eine der wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen des letzten Jahrhunderts und beschreibt, wie die Kristallographin Franklin Watson und Crick die Kristallstruktur der DNA erklären konnte. Es wäre schön gewesen, wenn die beiden Preisgewinner gleich frühzeitig den Beitrag ihrer Kollegin vom Londoner King’s College entsprechend gewürdigt hätten!

Der Nobelpreis für Watson und Crick für die Entdeckung der DNA-Doppelhelix 1962

Rosalind Franklin arbeitete als Biochemikerin auf dem Gebiet Röntgenstrukturanalyse. Ihre Forschungen im Bereich der Röntgenbeugungs­diagramme der DNA und ihre mathematischen Analysen waren von wesentlicher Bedeutung für die Aufklärung der Doppelhelixstruktur der DNA. Leider starb Franklin bereits 1958 im Alter von nur 38 Jahren an Eierstockkrebs. Da der Nobelpreis nur an noch lebende Personen vergeben wird, erhielten ihn Watson und Crick 1962 ohne Rosalind Franklin - leider auch ohne ihre Kollegin dankend zu erwähnen.

Lesen Sie mehr dazu unter
Rosalind Franklin – Die Frau hinter der DNA

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