Vaterschaftstest Normen-Wahn: Zertifizierung und Akkreditierung

Der DNA-Vaterschaftstest kam Ende des 20. Jahrhunderts auf den Markt und ermöglichte es vielen Menschen die Frage nach einer unsicheren Vaterschaft ohne Gericht und ohne hohe Kosten für einen Vaterschaftstest zu beantworten. Dabei hatten die neu gegründeten DNA-Vaterschaftstestlabore und betroffene Väter oder Mütter nicht mit dem Widerstand der Branche gerechnet, die die bisher lukrativen Gerichtsgutachten erstellte. Es folgten Diskussionen, Gerichtsverfahren zur Zulässigkeit von Vaterschaftstests und letztlich zahlreiche Gesetzgebungen und Richtlinien.

Ergebnis ist einerseits eine verstärkte Bürokratie bei der Durchführung eines Abstammungstests, die Familien und Labore gleichermaßen trifft. Zusätzlich wird durch Akkreditierungsvorgaben ein hoher Verwaltungsaufwand im Labor erzeugt, der der Qualität der Arbeit nicht immer dienlich ist. Dies stellt die meist kleinen oder mittelständischen DNA-Labore vor hohe Herausforderungen und im schwächt im Wettbewerb mit Anbietern aus dem europäischen Ausland. Dienen die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland der Sicherung der Qualität und dem Verbraucherschutz? Oder eher dem Schutz wirtschaftlicher Interessen und moralischer Vorstellungen auf Kosten betroffener Familien und des Steuerzahlers (der noch immer zu teure Gerichtsgutachten finanzieren muss)?

Vaterschaftstest Akkreditierung

Eine nach Gendiagnostik-Gesetz verpflichtende Akkreditierung verursacht hohe jährliche Kosten im fünfstelligen Bereich. Audits im Abstand von 12 bis 18 Monaten erhöhen den Verwaltungsaufwand zur Vor- und Nachbereitung der behördlichen Überwachungsmaßnahmen. Im Gegensatz zu einer Zertifizierung wie der von vielen Unternehmen vorgewiesenen ISO 9001:2000 Zertifizierung stellt eine Akkreditierung höhere Anforderungen und ist eine Bescheinigung der Kompetenz. Eine Schwimmweste kann als Beispiel dienen: Für eine Schwimmweste aus Beton könnte man den Herstellungsprozess zertifizieren lassen. Für eine Akkreditierung jedoch müsste man nachweisen, dass die Weste auch schwimmt. Professionell arbeitende DNA-Labore haben zur Sicherung der eigenen Qualität bereits seit 2000 freiwillig an externen, unabhängigen Ringversuchen der Spurenkommission, der gemeinsamen Kommission der rechtsmedizinischen und kriminaltechnischen Institute in Deutschland teilgenommen.

Die Regeln, die bei der Akkreditierung im Bereich DNA-Analyse und Vaterschaftstests in Deutschland zum Tragen kommen, übertreffen dabei die gesetzlichen Vorgaben des Gendiagnostikgesetzes und der internationalen ISO Norm 17025, nach denen sich Labore in Europa und weltweit akkreditieren. Zum Tragen kommen zusätzlich Richtlinien der GEKO (der Gendiagnostikkommission am Robert Koch Institut), der DAkkS (der Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH, die die Akkreditierungen durchführt) sowie von Interessenverbänden, die die Interessen ihrer eigenen Mitglieder vertreten. Diese stellen nicht selten das eigene Qualitätsmanagement in Frage, in dem Labore bei Ausschluss der Vaterschaft die Analyse wiederholen müssen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel aus dem Laborjournal, Heft 07-08/2015.

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