Sicherheit von DNA-Abstammungsgutachten

Mehrere Faktoren, unter anderem die Qualitätssicherungsmaßnahmen im Labor, tragen zur Sicherheit eines Abstammungsgutachtens bei.

Sicherheit durch genetische Information

Ganz allgemein spielt die Menge an zur Verfügung stehender Information eine wichtige Rolle. Die neuen, heute gängigen DNA-Testverfahren beruhen auf der Information von sogenannten "short tandem repeats", die sich in nicht-codierenden Segmenten des menschlichen Genoms befinden. Diese besitzen eine deutlich höhere Variation als Blutgruppen, die in der Anfangszeit der Abstammungsdiagnostik benutzt wurden. Die heute aktuellen Laborverfahren beruhen auf Entwicklungen, die im wesentlichen im Rahmen der Entzifferung des humanen Genoms entstanden sind. Sie sind in höchstem Maße reproduzierbar und damit verlässlich.

Vaterschaftsanalyse mit und ohne Probe der Mutter

Bei ca. 98 von 100 Familien ist die Frage der Vaterschaft wissenschaftlich lösbar, wenn Proben des möglichen Vaters und eines Kindes untersucht werden.

Wird aber die Mutter in die Untersuchung einbezogen, kann das Ergebnis 100, 1000 oder mehr mal genauer werden als ohne Mutter. Wenn die Mutter in das Abstammungsgutachten einbezogen wird, liegt mehr DNA-Information für die mathematische Berechnung der Abstammungswahrscheinlichkeit vor. Die Menge der vorliegenden Information ergibt sich auch aus der Zahl der getesteten DNA-Regionen (DNA-Marker). Bis 2002 wurden von bj-diagnostik standardmäßig 11 DNA-Marker getestet. Später wurden 15+1 = 16 Marker routinemässig für ein Abstammungsgutachten untersucht. In den meisten Fällen wurde dann eine Abstammungswahrscheinlichkeit von 99,99 % erreicht (Defizienzfall, Vater, Kind ohne Mutter).

Heute werden 23 Marker getestet, so dass auch im Defizienzfall ohne Mutter hohe Abstammungswahrscheinlichkeiten berechnet werden können. Auch mit 15+1 Markern lag dieser Wert mit Mutter oft bei > 99,9999 %.

Häufigkeit der vererbten Allele

Natürlich trägt auch die Häufigkeit der vom Putativvater auf das Kind vererbten DNA-Merkmale (Allele) zur Höhe der Vaterschaftswahrscheinlichkeit bei. Bei 15 Markern liegt ein Mix aus seltenen und häufig vorkommenden Allelen vor, die der Putativvater mit dem Kind gemeinsam besitzt. Wenn dabei der Anteil von seltenen Allelen überwiegt, ergibt die mathematische Berechnung auch mehr Neuner hinter dem Komma. Bei häufig vorkommenden Allelen steigt das mathematische Risiko, dass das beim Putativvater und dem Kind vorkommende gleiche Allel auch von einem anderen Mann vererbt worden sein kann. Die genaue Zahl der Neuner hinter dem Komma ergibt sich auch erst nach der durchgeführten Abstammungsanalyse.

Genau aus diesem Grund muss auch eine ausreichend große Zahl von DNA-Regionen für einen Abstammungstest untersucht werden, um zufällige Übereinstimmungen zwischen einem falschen Vater und einem Kind auszuschliessen.

Der wissenschaftliche Hintergrund, der zu einem sicheren Ergebnis führt, ist sehr komplex. Bei Fragen zu diesem Thema können Sie sich gerne an bj-diagnostik wenden.

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