Einwilligung in einen Vaterschaftstest

Damit ein deutsches Labor einen Vaterschaftstest mit einem minderjährigen Kind ausführen darf, müssen beide sorgeberechtigten Elternteile des Minderjährigen (d.h. in der Regel Vater und Mutter) schriftlich in den Abstammungstest einwilligen. Wir werden ab und zu von einem Elternteil gefragt, ob man die schriftliche Einwilligung des anderen Elternteils wirklich auch dann benötige, wenn man Test nur für sich selbst durchführt. Die Antwort ist einfach: Ohne die Einwilligung beider Elternteile dürfen wir per Gesetz keinen Vaterschaftstest ausführen.

  • Volljährige Kinder

    Volljährige Personen nehmen ihre Persönlichkeitsrechte selbst war. Für einen Vaterschaftstest müssen daher nur das volljährige Kind und der mögliche Vater schriftlich einwilligen. Entsprechende Formulare für die Einwilligung erhalten Sie von bj-diagnostik, zum Beispiel mit dem kostenlosen Testset, welches wir auf Anfrage an Sie versenden. Analog gilt das gleiche für einen Mutterschaftstest, bei dem die mögliche Mutter und das volljährige Kind einwilligen.

  • Vater hat alleiniges Sorgerecht

    Sollte zum Beispiel nur der Vater das alleinige Sorgerecht für ein Kind haben, kann der Vater alleine entscheiden, ob er einen Vaterschaftstest mit dem minderjährigen Kind machen möchte. Als Nachweis für ein alleiniges Sorgerecht benötigt das Labor ein amtliches Schreiben, aus dem dieses hervorgeht.

  • Vormund

    Ist durch ein Jugendamt oder ein Gericht ein Vormund bzw. gesetzlicher Vertreter für das minderjährige Kind (oder minderjährige Eltern) bestellt worden, muss auch der Vormund in den Abstammungstest einwilligen.

Bitte senden Sie uns Ihre Proben nur ein, wenn Sie tatsächlich diese Voraussetzungen erfüllen können. Ohne vorliegende Einwilligung können wir trotz vorliegender Proben und eingegangener Bezahlung den Test keinesfalls durchführen. Die Einsendung von Proben führt in Folge nur zu unnötigen Kosten, da wir Ihre Proben aufwändig verwalten müssen. Diese Kosten müssen wir entsprechend von Ihrem eingezahlten Betrag abziehen, sollten Sie den Test während der Widerrufsfrist stornieren, weil zum Beispiel eine Einwilligung nicht beizubringen ist.

Was kann man machen, wenn Vater, Mutter oder Kind die Einwilligung in den Vaterschaftstest verweigern?

Der rechtliche Anspruch auf Einwilligung in eine genetische Untersuchung zur Klärung der leiblichen Abstammung ergibt aus § 1598a, BGB sowie dem "Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren" vom 26.02.2008. Versagt beispielsweise die Kindsmutter die Einwilligung in den DNA-Abstammungstest, können Vater oder Kind einen Rechtsanwalt beauftragen, um die Mutter nach § 1598a BGB aufzufordern, die Einwilligung in den Test zu erteilen. Verweigert die Mutter weiterhin die Einwilligung, kann die fehlende Einwilligung durch ein Familiengericht entsprechend § 1598a BGB ersetzt werden. Es handelt sich in den meisten Fällen um eine Formsache, denn nach § 1598a BGB hat jedes Mitglied einer Familie (Vater, Kind, Mutter) Anspruch auf Einwilligung in eine genetische Untersuchung zur Klärung der leiblichen Abstammung.

Formulare für die schriftliche Einwilligung in den Abstammungstest stellen wir Ihnen mit unserem kostenlosen Probenentnahmeset zur Verfügung.

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Vaterschaftstest: Akkreditiertes Qualitätslabor für Abstammungsanalysen - bj-diagnostik GmbH