Gesetzlicher Anspruch auf Vaterschaftstest

Für den Vaterschaftstest ist die grundsätzlich die schriftliche Einwilligungserklärung erforderlich von:

  • aller Sorgeberechtigten bei minderjährigen Kindern (in der Regel Mutter und Vater sowie gegebenenfalls andere gesetzliche Vertreter des Kindes) und
  • aller am Abstammungstest teilnehmenden Personen (das heißt der Personen, die eine Probe zur Untersuchung abgeben).

Dies vorausgeschickt, ist der Anspruch auf einen Vaterschaftstest jedoch gesetzlich geregelt und steht jedem Mitglied einer Familie zu (UN-Kinderrechtskonvention und §1598a des Bürgerlichen Gesetzbuches).

  • Vaterschaftstest zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren

Das „Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungs­verfahren“ ist am 1. April 2008 in Kraft getreten und regelt, dass der rechtliche Vater, das Kind oder die Mutter einen Vaterschaftstest privat in Auftrag geben können. Immer mehr Jugendämter nutzen diese neue Regelung und bitten die Parteien, im Fall einer unsicheren Vaterschaft einen Abstammungstest durchführen zu lassen.

Der rechtliche Anspruch auf Einwilligung in eine genetische Untersuchung zur Klärung der leiblichen Abstammung ergibt sich aus § 1598a, BGB. Dies ist die Grundlage nach der jeder Bürger in seiner Familie einen Abstammungstest ausführen lassen darf. Willigt eine der Parteien (Vater, Mutter, Kind) nicht in die Durchführung des Vaterschaftstests ein, kann das Familiengericht angerufen werden, welches die Einwilligung ersetzen kann. Im Mittelpunkt steht das Interesse des Kindes. Betroffene sollten sich von Anwalt oder Jugendamt beraten lassen.

  • Privater Vaterschaftstest gemäß Gendiagnostikgesetz

Private Vaterschaftsgutachten sind in Deutschland explizit zulässig. Das Gendia­gnostik­gesetz (GenDG) hat private Tests nicht untersagt, regelt jedoch, dass alle Betroffenen einwilligen müssen, so dass sogenannte heimliche Vaterschaftstests nicht möglich sind. Zuwiderhandlungen können mit Geldstrafen für den Auftraggeber geahndet werden. Unter Betroffenen im Sinne des GenDG versteht man nicht nur die an der Abstammungsuntersuchung tatsächlich teilnehmenden Personen, sondern auch deren Sorgeberechtigten oder andere gesetzliche Vertreter bei minderjährigen Kindern.

Möchte zum Beispiel ein Vater einen Abstammungstest mit seinem minderjährigen Kind durchführen lassen, muss auch die sorgeberechtigte Mutter schriftlich einwilligen, auch wenn sie keine Probe für die Analyse abgibt. Sollten die Eltern des Kindes, für das die Vaterschaft festgestellt werden soll, selbst minderjährig sein, ist wiederum die Einwilligung der gesetzlichen Vertreter der minderjährigen Eltern erforderlich.

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